Das Sennen ist ein uraltes Handwerk und wird in der Maruler
Biosennerei noch immer von Hand auf traditionelle Art und Weise
durchgeführt.
Der biologische Sennvorgang selbst unterscheidet
sich nur insofern von der konventionellen Käseherstellung, als dass im
ersten Fall die verarbeitete Milch aus biologisch geführten
Landwirtschaftsbetrieben stammt und kein gentechnisch hergestelltes Lab
(Labersatzstoff Chymsoin) verwendet werden darf.
Die
Maruler Bauern halten sich an die strengen biologischen Richtlinien und
werden regelmäßig kontrolliert. Die biologische Wirtschaftsweise
beginnt quasi bei der Bewirtschaftung der Hänge und zieht sich bis zur
Milchanlieferung in der Sennerei durch.
Die Milch wird
nach der Anlieferung durch den Zusatz von Lab, einem natürlichen Enzym
aus Kälbermägen, zum Gerinnen gebracht. Mit der »Harfe« in
gleichmäßigen »Käsebruch« geschnitten, wird dieser mit einer
schwenkbaren Holzfeuerung auf 52°C erhitzt.
Ein Rührwerk
verhindert während dieser Erwärmungsphase das Absitzen der Bruchmasse.
Ist die entsprechende Temperatur erreicht, wird der Käsebruch mit
Käsetüchern dem Kupferkessel entnommen und in die Rundlaibform
gepresst.
Nun beginnt der Reifungsprozess. Damit die
Restmolke aus dem Käselaib entweichen kann, muss der Laib in Handarbeit
mehrmals gewendet und gepresst werden.
Nach zwanzig
Stunden ist er bei einem Gewicht von etwa 20 bis 30 Kilogramm
transportfähig. Er wird drei Tage lang in einer »Sole« gewürzt und
anschließend in Holzregalen im Käsekeller gelagert.
Durch
seinen Fettgehalt von mindestens 45% und die Beimengung von Salz wird
der Käse ohne Beigabe chemischer Behelfe konserviert. Bis zum Verkauf
muss der Käse regelmäßig gepflegt werden.
Der Maruler Bio-Käse
ist in zwei Lager- bzw. Reifestufen erhältlich, vier Monate gereift als
»Maruler Bio-Bergkäse« und nach einer achtmonatigen Reifezeit als
»Walserstolz – Unser Maruler Bio Käs«.







