Die Maruler Biosennerei ist als regGenmbH organisiert. Die
Genossenschaft besteht aus 27 Mitgliedern, wovon elf einen Hof in Marul
bewirtschaften und zweimal täglich ihre Milch zur Käseverarbeitung an
die Sennerei liefern. Lediglich einer der Milch anliefernden Bauern
stammt nicht aus Marul, sondern aus dem im Walgau gelegenen Dorf
Ludesch und nimmt aufgrund der zurückzulegenden Wegstrecke nur morgens
an der Milchanlieferung teil.
Einer
der Maruler Bauern ist gleichzeitig betriebsführender Senner und somit
für die Käseproduktion in der dorfeigenen Sennerei zuständig. Jene
Mitglieder, welche keinen Hof bewirtschaften, tragen durch einen
jährlichen Baukostenbeitrag unterstützend zur finanziellen Lage der
Sennerei bei. Die Genossenschaft verfügt über einen Obmann (Albrecht
Dietrich), dessen Stellvertreter (Hermann Manahl), ein
Vorstandsmitglied (Helmut Pfefferkorn), einen Kassier (Pirmin Jenny)
sowie über zwei Aufsichtsräte (Norbert Küng und Richard Zech).
Da
ein Verein keinen Gewinn erwirtschaften darf bzw. Gewinne an das
Finanzamt abgeben muss, werden diese in Form des Milchpreises an die
Milch anliefernden Bauern ausgeschüttet. Das hat wiederum zur Folge,
dass der an die Bauern bezahlte Milchpreis unmittelbar mit dem
Käseabsatz in Zusammenhang steht – je höher die Wertschöpfung, desto
höher der Betrag, welchen die Bauern für ihre Milch erhalten.